Fullstack Developer

Das Erstellen einer webbasierten Applikation erfordert immer mehr Wissen. Als die Internet-Ära gerade begann, hat man sich erst einmal mit HTML beschäftigt. Wie der Name „Hypertext Markup Language“ schon besagt, ging es nur um die „Markierung“ von Text. Man war schon sehr froh, dass man weltweit zwischen verschiedenen Seiten verlinken konnte. Mit zunehmender Verbreitung stiegen aber auch die Ansprüche an das Aussehen der Webseiten. Zunächst wurde dann, besonders durch Microsoft, HTML um ein paar „gimmicks“ erweitert. Die Folge waren auf den ersten Blick interessante, aber dann doch eher nervige Webseiten, die blinkende und scrollende Schriften als neueste Innovation anpriesen.

Dann kam aber, zum Glück, sehr schnell CSS („Cascading Style Sheets“) hinzu, das sich nun tatsächlich um die grafische Gestaltung von Websites kümmerte. Endlich wurde klar, dass Auszeichnung, also z.B. die Deklaration eines Textes als „Header, Wichtigkeit 1“ etwas ganz Anderes ist als die Beschreibung des tatsächlichen Aussehens, wie es CSS mit z.B. „h1 { font-size:24px;color:green }“ erlaubt und für den Header mit der Wichtigkeit eins eine Fontgröße von 24 Pixeln und eine Schriftfarbe „grün“ definiert.

Anfangs glich eine webbasierte Applikation eher einer solchen, die einem Mainframe entsprungen ist. Eingaben wurden auf einer Seite getätigt und abgeschickt. Dann wurde eine neue Webseite angezeigt.

Javascript, als Programmiersprache, die innerhalb einer Webseite ausgeführt wird, hat das grundsätzlich geändert. AJAX erlaubt die Kommunikation zwischen Browser und Webserver ohne den Aufbau einer neuen Webseite. Damit war der Entwicklung wirklich interaktiver Webapplikationen Tür und Tor geöffnet. Google Mail hat als eine der ersten Applikationen gezeigt, was mit diesen Technologien möglich war. Viele Andere sind seitdem gefolgt.

Es entstanden anfangs noch wenige Frameworks, die einerseits die vielfältigen Möglichkeiten von CSS und andererseits die enorme Bandbreite von Javascript in, möglichst browserunabhängige, leicht handhabbare Pakete packten. So langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass es kein verlässliches. allgemeingültiges Bildschirmformat für die Entwicklung von Webseiten geben würde. Smartphones kamen auf und überboten sich immer wieder selbst in Bildschirmgröße und -auflösung. „responsive“ mussten seitdem alle Webseiten sein. Hier boten sich bei den Frameworks zuerst JQuery und Bootstrap als erste Lösungen an. Beide haben bis heute Bestand.

Spätestens als Google „Geschwindigkeit“ als Bewertungskriterium für die Einstufung von Webseiten bekannt gab, kamen Frameworks auf, die mittels „shadow DOM“ einen großen Geschwindigkeitsnachteil der althergebrachten Frameworks beseitigten. Man konnte z.B. in JQuery Tausende von Änderungen programmatisch durchführen. Tat man das auf ungeschickte Weise, hatte das aber enorme Performanznachteile weil der Broser dann bei jeder Änderung im ungünstigsten Fall die komplette Webseite neu berechnet hat. Frameworks wie React, Angular oder Vue bauen, um diese Nachteile zu umgehen, eine eigene, interne Darstellung der Objekte einer Webseite auf und führen dann die an dieser internen Darstellung durchgeführten Änderungen auf einen Schlag im Browser durch. Der dadurch erzielte Performanzgewinn hat zur sehr schnellen Verbreitung dieser Frameworks geführt.

Für jede Technologie werden weitere Technologien entwickelt, die entweder der einfacheren Programmierung oder der Geschwindigkeitserhöhung dienen. SASS erlaubt z.B. eine einfachere Entwicklung von CSS. CSS tendiert sehr schnell dazu, unübersichtlich und nur schwer wartbar zu werden. Hat man sich z.B. für ein Farbschema seiner Webseite entschieden, tauchen die einzelnen Farben bei ganz vielen, einzelnen Elementen in der CSS-Beschreibung auf. Möchte man dann die Farben ändern, wird das schnell sehr aufwendig. Tools wie SASS erlauben, die Farben als Variablen zu definieren und nur an einer Stelle zu ändern um die gewünschten Anpassungen zu erreichen.

Komprimierung von HTML, Javascript und CSS dienen der Geschwindigkeitserhöhung. Auch dafür gibt es mehrere Tools, die dies, eingebettet in einen durchgängig automatisierten Prozess, erledigen.

Auf dem Webserver hat die Entwicklung ähnlich viele Fortschritte gemacht. Anfangs hat man perl bemüht um Anfragen des Webbrowsers zu beantworten und Seiten dynamisch zu gestalten. PHP wurde als speziell für Webserver definierte Programmiersprache entwickelt. Irgendwann kam jemand darauf, dass es doch sinnvoll wäre, die im Webbrowser verwendete Sprache Javascript auch auf der Serverseite zu verwenden. So wurde Node oder Node.js geboren.

Zu einer Programmiersprache gehören immer auch Tools, die Erweiterungen, Paketierung, Dokumentation und Versionsverwaltung umfassen.

Erweiterungen werden in Perl aus CPAN installiert, PHP kennt PEAR, Node nutzt npm um aus nahezu beliebigen Quellen Erweiterungen zu installieren.

Die Paketierung bzw. Verwaltung der genutzten Bibliotheken ersieht man bei Perl aus dem Quellcode, hat man bei PHP in einer composer.json Datei hinterlegt, die vom Tool „Composer“ genutzt wird oder wird bei Node eben mittels npm verwaltet.

Versionsverwaltung ging von VCS über PVCS über zu SVM und steht aktuell bei git. Will man seinen Code nicht öffentlich bzw. kostenpflichtig uneinsehbar bei einem amerikanischen Konzern speichern, muss man sich z.B. mit gitbucket anfreunden und es auf einem eigenen Server installieren.

Apropos Server. Apache ist Stand der Technik. Caddy ist „lightweight“ und war mal eine gute Alternative, wenn man „Let’s encrypt“ für Zertifikate, die ein „https“ statt eines „http“ vor der eigenen Webadresse erlauben, nutzen wollte. Aktuell hat da Apache wieder die Nase vorne und Caddy erhebt relativ unverschämte Gebühren für seine Nutzung.

Jede Webapplikation basiert auf Daten. Diese liegen am Besten gut sortiert in einer Datenbank vor. Hier bieten sich SQLite, MySQL oder dessen Pendant MariaDB an. Diese Datenbanken sind erstaunlich leistungsfähig und bieten auch Replizierung und damit Hochverfügbarkeit für wirklich unternehmenskritische Applikationen an.

Die grafische Gestaltung einer Webseite ist hierbei nur „angekratzt“. Meine Herangehensweise besteht darin, eine der reichlich vorhandenen Vorlagen zu nutzen, mit eigenen Bildern auszustatten und knackige Texte einzufügen. Damit sollte man eine Webseite haben, die mindestens 80% aller anderen Webseiten übertrifft. Will man die letzten 20% übertreffen, muss ein sehr guter Designer Hand anlegen.

Aber auch ohne einen solchen bleiben noch genügend Tätigkeiten im grafischen Bereich übrig. Die Optimierung der Größe von Bilddateien ist z.B. ein solcher Punkt. Ein Designer achtet auf den hervorragenden optischen Eindruck. Der Fullstack Developer muss auch die Dateigröße der verwendeten Bilder im Blick behalten da übergroße Bilder seine gesamten Optimierungsarbeiten obsolet machen können. ImageMagick ist z.B. eine umfangreiche Programmsammlung, die die Bildverarbeitung auf Kommandozeilenebene erlaubt. Damit kann es in Skripte eingebaut werden, die die immer gleiche Anwendung automatisieren können.

Das sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ein paar grundlegende Technologien, die ein Fullstack Developer beherrschen muss, um eine Webapplikation zu erstellen, wenn er nicht auf jede Menge Zuarbeiter zurückgreifen kann. Es muss nicht immer die neuste Technologie sein. Neue Frameworks erscheinen fast im Wochenrhythmus. Es kommt auf die Auswahl der richtigen Komponenten an.

Muss Software modern sein ?

Dieser Artikel wird eine Lobhymne an LexOffice und endet mit einem Empfehlungs-Link für dieses Produkt. Das erklärt sich ganz einfach damit, dass deren Prämienempfehlung der Anlass zu diesem Artikel war.

Dem voraus ging ging die Tatsache, dass ich Buchführung und alles was damit zu tun hat, schlicht und einfach hasse. Dieses Verhältnis zu „Papierkram“ hat dazu geführt, dass mein Steuerberater mich zu „DUo“, „Datev Unternehmen online“ gelockt hat. Mit der Aussicht, dass ich dann weniger mit dem mir ungeliebten Thema zu tun habe.

Nach einigen Jahren LexOffice war der Einstieg in die Datev Software ein totaler Schock. Wenn man schon nach dem Programm suchen muss und anfangs nicht klar ist, wenn ich denn zu meiner Login-Seite komme ist das schon mal nicht so der Renner. Wenn man sich dann zur richtigen Seite vorgekämpft hat und auf einer Webseite, wo man einfach einen Link oder einen Button anklickt „Programm starten“ sieht, ziehen langsam düstere Wolken auf.

Hat man dann das „Pseudo-High-Security-QR-Code-App-Login-Verfahren“ hinter sich gebracht, stürzt man in die Steinzeit. Manchen mag die Erinnerung fehlen, aber, als „älteres Semester“ ist es mir noch wohlbekannt, „Windows 98“ lebt. Zumindest würde ich die Benutzeroberfläche in diese Altersklasse einordnen. Meine einzige Aufgabe soll sein, Belege hochzuladen (da ich Mac User bin – es soll ja Kunden geben, die so etwas nutzen – gibt es kein Upload Tool. Das Weiterleiten von Rechungen, die man per E-Mail erhalten hat an Datev zur weiteren Verarbeitung (wie das bei LexOffice mittels Zapier-Schnittstelle funktioniert) bleibt ein Traum). Unter dem unschönen Baummenü auf der linken Seite gibt es tatsächlich den Punkt Belege. Die Uploadmöglichkeit muss man aber dann erst einmal suchen. In Windows98 gab es halt noch keine farbigen Buttons, die einem einen „call to action“ signalisieren konnten.

Als Unternehmer wittere ich nun eine Marktlücke. Ein Upload-Werkzeug für Macs fände vielleicht den einen oder anderen Abnehmer. Da tut sich dann die Hölle des Monopolismus auf. Da verlangt Datev doch tatsächlich Gebühren für den Zugang zur API-Dokumentation. Ich gebe einfach auf. Solche Unternehmen gehören schlicht und einfach „disrupted“. Von einer modernen, kundenfreundlichen Alternative vom Markt gefegt.

Ich kenne die Pläne von LexOffice nicht. Die sind aber auf einem guten Weg. Gleich drei erfreuliche Dinge haben sich alleine in den letzen paar Wochen ereignet:

  1. Ich möchte das Schreiben von Rechnungen für ein paar meiner Dienste automatisieren. Datev bietet da, mhhhmmm, gar nichts. LexOffice startet eine Programmierschnittstelle. Ich stecke also gerade in der Realisierung.
  2. Da die API von LexOffice öffentlich zugänglich ist, findet sich schon jetzt ein Unternehmen, das eine PHP-Bibliothek zum API implementiert hat. Diese versuche ich gerade zu benutzen. Innerhalb von ein paar Minuten habe ich meine ersten Informationen aus LexOffice abgerufen. Sieht perfekt aus.
  3. Und dann gibt es doch tatsächlich einen Schnittstelle von LexOffice zu Datev, die mein Leben wieder erleichtert. Man benötigt immer noch das „Pseudo-Login“ aber überträgt dann alle relevanten Daten eines Monats. I’m happy.

Nochmal für Datev: APIs entwickeln und diese dann unter Verschluss halten bzw. die Dokumentation nicht öffentlich zu machen ist äußerst unverständlich.

LexOffice gräbt sich mit seiner zeitgemäßen Offenheit und Kundenausrichtung immer tiefer in meine Organisation ein und macht es immer unwahrscheinlicher, dass ich als Kunde abspringe.

Und ja, sich als Marktführer sicher zu fühlen, im Klartext „auf das Vertrauen Tausender IT-Unbegabter Steuerberater zu bauen“, ist nicht zukunftsträchtig. Vielleicht mal einen Blick auf Alain Veuve werfen. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass er oder ein deutsches Pendant in diesem Land auftritt. Die Kunden werden in Scharen dahin laufen. Buchhaltung ist ein Ding für Computer. Die sollen das mal machen.

Meine Begeisterung für LexOffice ist also jetzt aktuell sehr gut begründet. Deshalb hier der Empfehlungslink.

Coup misslungen

Ich erinnere mich deutlich, im Urlaub einen Podcast gehört zu haben, in dem Herr Groß-Selbeck großspurig und in aller Tiefe bekundet hat, wie erfolgreich seine Firma Digital Ventures Geschäftsmodelle für Konzerne kreiert und zum Erfolg bringt. Da habe ich zuerst einmal gedacht, dass es ja wohl kein Problem ist, mit den Finanzmitteln eines Kunden mit sehr großen Taschen und dessen Verbindungen zu anderen Konzernen und dem damit verbundenen riesigen Netzwerk, ein StartUp groß zu machen.

Nun überschlagen sich aber heute die Meldungen, dass „Coup“, eines jener StartUps, die Digital Ventures in diesem Falle für Bosch hochgezogen hat, größtenteils die Segel streicht. Begründung: Die Kosten.

Einerseits beruhigt es mich, zu sehen, dass Digitalisierung so nicht funktioniert. Andererseits bin ich entsetzt, dass Menschen in Konzernen derart hilflos sind, dass sie auf solche Dienstleistungen zurückgreifen. Sicher, Digital Ventures, wenn ich mich recht an den Inhalt des Podcasts entsinne, geht „mit in’s Boot“, sprich, trägt einen Teil des Risikos und investiert eigenes Geld. Es wäre sicher interessant zu erfahren, ob Bosch dann Coup schon komplett übernommen hatte, welcher Herkunft das Geld war, das Digital Ventures investiert hat (war es überhaupt Geld oder wurden Experten wie GS zu unanständigen Tagessätzen als Gegenlesitung eingebracht) und natürlich, ob sich jetzt auch jemand findet, der die Verantwortung für das Desaster übernimmt.

Ich sehe fatale Fehler neben dem offensichtlichen Vorhandensein von zuviel Geld:

Dass der Betrieb eines Sharingsystems personalintensiv ist und dass das Thema E-was-auch-immer ziemlich heiß ist und StartUps und Investoren, also Konkurrenten, anlockt kann doch nicht so eine super neue Erkenntnis gewesen sein. Etwas Marktforschung und Einblick in „richtige“ StartUps (oder nur schon Kenntnis der Menge) wäre hilfreich gewesen. Das Angebot von Fahrminuten in drei Paketgrößen ist schön. Mundgerecht für den Kunden. Aber der Preis muss doch die Kosten decken, oder ? Wenn andererseits Markteroberung und Verdrängen von Konkurrenten das Ziel war dürften die Kosten doch kein Grund zur Stilllegung sein.

Der Vorteil Zugriff auf Konzernstrukturen zu haben dürfte ein sehr großer sein, wenn es um B2B-Produkte geht. Coup war aber ein reines B2C StartUp. Ich bin mir nicht sicher, ob der (sicher gute) Name Bosch irgendwo bei denen auftaucht. Die Nutzung des guten Namens im Sinne von Qualitätsversprechen wäre wohl der einzige Vorteil gewesen, den man hätte nutzen können. Damit wäre aber seitens Bosch eben dieser gute Name gefährdet, wenn der taiwanische Hersteller der E-Roller, Gogoro, Qualitätsschwächen offenbaren würde. Leider ist „Risiko“ ein Wort, dass im Konzernumfeld ungern gehört wird und eine Gefahr für die „gemanagten“ Prozesse darstellt. Da finde sich wohl niemand, der dafür Verantwortung übernimmt.

Auf der Kundenseite von Digital Ventures sehe ich einen weiteren fatalen Fehler. Man kann Digitalisierung nicht outsourcen. Ein StartUp ist eine emotionale Sache. Da hängt das Herzblut der Gründer am Unternehmen. Die haben Tag und Nacht daran gearbeitet ihre Idee umzusetzen und dann vielleicht in einen Markt zu bringen, der nicht auf sie gewartet hat. Da wird eigenes Geld zugeschossen, die gesamte Umwelt angebettelt, manchmal Ernährung, Hygiene und Gesundheit vernachlässigt. Alles für das „eigene Baby“.

Und das soll man einfach so einkaufen können ? Glaub ich nicht.

Schnelle Software-Entwicklung (project)

Neben einer längeren Bedenkzeit zur Auswahl des richtigen Setups von Programmiersprache. Tools, Backend usw. gibt es natürlich auch eigene Tools (warum ist man denn schließlich Entwickler, wenn man nicht Großteile seiner Arbeit an einen Rechner übergeben kann), die die Entwicklung beschleunigen.

Da wir häufig zwischen verschiedenen SetUps hin und her wechseln müssen (für nahezu jeden Kunden gibt es eine andere Zusammensetzung der genutzten Werkzeuge) haben wir irgendwann etwas Zeit in die Beschleunigung dieses Wechsels investiert.

Ergebnis ist unser „project“ Tool. Ein Aufruf auf der Kommandozeile wie z.B. project open bizzgen öffnet sämtliche Ressourcen, die für die Arbeit mit diesem Projekt benötigt werden. Das sind

  • ein Terminal mit der Verbindung zum bizzgen.de Server für die Skriptbearbeitung
  • ein Terminal mit der Verbindung zum bizzgen.de Server für die Bearbeitung der Datenbank.
  • Ein Safari Browserfenster mit der bizzgen.de Website
  • Ein Chrome Browserfenster mit der bizzgen.de Website
  • Ein Firefox Browserfenster mit der bizzgen.de Website

Mit diesem SetUp kann man direkt mit der Arbeit an der bizzgen.de Webseite loslegen. Manchmal ist man sogar überrascht, dass schon ein weiteres Fenster offen ist, wenn man denkt „ich bräuchte jetzt noch ein zweites Terminal um etwas an der Datenbank-Konfuguration zu ändern“.

Was das project open Kommando zu tun hat, ermittelt es aus der im Homeverzeichnis des Entwicklers liegenden Datei .projects.

So kann jeder Entwickler für sich selbst festlegen, was da so alles initiiert werden soll.

Die Datei sieht am Beispiel bizzgen.de wie folgt aus

[bizzgen]
terminal|ssh_bizzgen
terminal|ssh_bizzgen
web|https://bizzgen.de|chrome
web|https://bizzgen.de|safari
web|https://bizzgen.de|firefox

Da wir alle auf Macs entwickeln, nutzt das project-Tool die Funktion open, die MacOS zur Verfügung stellt.

Der Rest ist Freude an der Arbeit 🙂

Umfrage der IHK

Da trudelt heute eine Umfrage der IHK speziell für Unternehmen unter 50 Mitarbeitern ein.

Die Anrede „Sehr geehrter Herr Schopp“ zeigt mir, dass man mich wohl irgendwie kennt.

Die Fragen deuten aber auf eine unerwartet hohe Ahnungslosigkeit eines Pseudounternehmens hin, das mich angeblich als wertvollen Kunden (auch „Mitglied“ genannt) sieht.

Zuerst soll ich die IHK auswählen, zu der ich gehöre !

Dann werde ich nach Branche, Anzahl Mitarbeiter, ob ich B2C oder B2B agiere und ob ich da mit meiner GmbH, die ja im Dezember dieses Jahres 20 Jahre alt wird, einen Haupterwerbsbetrieb habe.

Da habe ich die Umfrage abgebrochen.

Natürlich in dem Bewusstsein, dass die IHK dann, wie immer, nicht das eigene, sehr fragwürdige Geschäftsmodell und -gebaren in Frage stellt sondern in der von allen Zwangsmitgliedern bezahlten Postille verkündet, dass die Mitglieder kein Interesse an einer Verbesserung oder gar Zusammenarbeit haben.

Einzelhandels-Zombies

Am Wochenende wurden wieder meine schlimmsten Befürchtungen bzgl. des Einzelhandels bestätigt: Im Laden sitzen und auf Kundschaft warten ist kein gutes Rezept gegen die bereits Wirklichkeit gewordene Bedrohung durch das Internet (namentlich Amazon).

Festklammern (das haben wir schon immer so gemacht) an „alte Gebräuche“ hilft auch nicht weiter. Im Mode-Einzelhandel glaubt man scheinbar immer noch an die vier Jahreszeiten. Das jemand im Winter in die Sonne flüchtet (ganz abgesehen vom außerhalb des Ladens immer mehr sichtbaren Klimawandel, der diese Jahreszeiten ganz schön durcheinander wirbelt) ist einfach noch nicht angekommen. Da irrt man dann verzweifelt durch die Gänge auf der Suche nach einer Badehose für den anstehenden Urlaub. Nach einem insgesamt mehr als vierstündigem Ausflug in die Welt der Zombie-Unternehmen (schon tot, aber irgendwie bewegen sie sich noch) geht es dann wieder in die digitale Welt des Überflusses (wieder namentlich Amazon) in der es auch im Dezember reichlich Auswahl an Badehosen gibt.

Und wenn der erste Buchhändler mich beim Einkauf nach meiner E-Mail-Adresse fragt und mir später vorschlägt „Sie haben dieses Buch gekauft, dazu passend empfehle ich Ihnen diese Neuerscheinung“ gewinne ich wieder meinen verlorenen Glauben an den Einzelhandel zurück.


Alexa, es wird besser

Reden wir mal über das Thema „home automation“. In der Vergangenheit etwas, das schlicht und einfach zu teuer war. Nur absolute Enthusiasten und Vermögende mit Automatisierungsdrang haben in die sicher beinhalteten Bequemlichkeiten investiert. Dass es keinen einheitlichen Standard gibt, hat so manchen davon abgehalten, der es gewagt hat, sich an das durchaus komplexe Thema heranzuwagen. Im Sinne des ewigen Kampfes „Sicherheit versus Bequemlichkeit“ vermute ich mal, dass die fast immer vorhandene Anbindung an irgendeine Cloud nicht wirklich eine Bremse darstellte.

Aber nun fängt das Ganze an, erschwinglich zu werden.

 

Es begann mit einem Bericht in der etablierten Computerzeitung „c’t“. Dort wurde über eine WLAN-Steckdose berichtet, die „Alexa-fähig“ ist und beim Baumarkt um die Ecke für lächerliche 9,95 € erhältlich sein sollte. Es wurde sogar beschrieben, wie man das Gerät umprogrammiert und die Cloudabhängigkeit sauber „wegoperiert“.

Also am Wochenende nichts wie hin und sofort ein Probeexemplar gekauft. Mir war klar, dass eine größere Operation nicht in meinem Sinne war. Es sollte im ersten Schritt erst einmal beweisen, dass es einfach funktioniert.

Das tat und tut es tatsächlich.

Nach einer kurzen Kabelorgie, Download einer App und einem erst zögerlichen „Alexa, Fernseher einschalten“ hörte man ein leises „Klack“ und der Fernseher erwachte zum Leben. Und das viel schneller als ich erwartet hatte. Auch die gegensätzliche Funktion „Alexa, Fernseher ausschalten“ gelang auf Anhieb.

Mittlerweile haben wir uns einfach an diese Bequemlichkeit gewöhnt und ich freue mich nebenher, dass das Thema „Standby Stromverbrauch“ elegant gelöst ist. „Alexa, Fernseher ausschalten“ entspricht „Alexa, Strom sparen“.

Nach diesen positiven Erfahrungen ist natürlich der Automatisierungsgeist aus der Flasche entsprungen.

In irgendeinem Blogbeitrag wurde letzte Woche Shelly beschrieben. Deren Produkt „Shelly 1“ hört sich viel versprechend an. Wiederum für unter 10 Euro erhält man ein kleines Gerät, dass in eine Lampe oder einen Schalter eingebaut werden kann. Dieses wird via WLAN gesteuert und somit ebenfalls „Alexa-fähig“. Als Bonus kann das Gerät so verdrahtet werden, dass die vorhandenen Schalter weiter genutzt werden können. Genau so soll es sein. Der WAF (womens acceptance factor) darf ja nicht vergessen werden. Leicht automatisierungsfeindliche oder -ängstliche  Mitbewohner dürfen ja nicht vergrault werden.

Leider war die erste Produktionscharge schon ausverkauft. Meinen Bedarf habe ich aber natürlich schon kundgetan. „Alexa, es kommt weitere Arbeit auf Dich zu“.

Es gibt noch Hoffnung

Im Laufe der Jahre haben sich bei mir dank der immer besser werdenden Smartphone Kameras tausende von Fotos angesammelt. Aufgrund der schieren Masse habe ich es eigentlich nie richtig begonnen, Ordnung in diese teilweise sehr schönen Erinnerungen zu bringen.

Angesichts der nach und nach sichtbar werdenden Fortschritte bei der intelligenten Bilderkennung und -bearbeitung dachte ich dann irgendwann, dass ich das Thema einfach aussitzen und dem Fortschritt Raum geben müsse. Und tatsächlich werden so langsam Ergebnisse sichtbar. Letzte Woche passierten zwei Dinge, die mir Hoffnung für meine Preziosen geben:

1. Ich weiß nicht, ob sie dies schon länger tut. Aber es ist mir just erst aufgefallen. Möchte man ein etwas schief geratenes Bild in der Foto App „geraderücken“,
macht die App, scheinbar anhand zu detektierender gerade Linien im Bild, selbsttätig einen funktionierenden Vorschlag.

2. In der Google Fotos App pickt ein Assistent Bilder heraus. Er erstellt daraus Animationen, Videos und führt selbständig Verbesserungen mt diversen Filtern und Farbkorrekturen durch.
In den beiden ersten Fällen (Videos und Animationen) sind die Ergebnisse (noch) nicht besonders beeindruckend. Bei den Verbesserungsbemühungen sind aber durchaus gute Treffer dabei.

Ich lehne mich also entspannt zurück, fotografiere weiter sorglos alles, was mir vor die Linse kommt und warte geduldig auf weitere Fortschritte.

Neues von APE: Dokumenten-Center

APE, die Arachno Process Engine, wird immer mächtiger.

Da in Prozessen oft Dokumente erzeugt, verschoben, ausgefüllt und wieder hochgeladen werden müssen, gibt es nun einen neuen Befehl in APE:

DOCCENTER

Dieser Befehl stellt neben dem Ausfüllen von PDFs das bisher mächtigste Verb der Beschreibungssprache für Prozesse dar.

Hat man innerhalb eines Prozesses Dokumente bereitgestellt kann DOCCENTER jede Menge erledigen.

Zuerst wird z.B. Ihr Kunde per E-Mail über die bereitgestellten Dokumente informiert (E-Mails sind in APE bekanntlich templatebasiert, werden also im gewünschten Design ausgeliefert). Der Kunde erhält dann einen Link zu seinem persönlichem Dokumenten-Center, in dem der seine Dokumente herunterladen (und später auch hochladen) kann.

Ist ein Dokument mit einer Verwendungsbeschreibung wie z.b. „Bitte ausfüllen, unterschreiben und wieder hochladen“ versehen, kümmert sich APE vollständig um den dann notwendigen Ablauf. Der Kunde erhält z.B. täglich (das ist durch den Administrator abschaltbar) eine Erinnerung, dass er noch etwas zu tun hat.

Eine Administratorin erhält eine Mitteilung per E-Mail, wenn ein Dokument hochgeladen wird. Diese E-Mail enthält einen Link zu ihrer Dokumentenübersicht. Hier erhält Sie den vollständigen Überblick über alle Dokumente.

Sie sieht, farblich kodiert, ob noch auf einen Upload gewartet wird.

Sie kann die Dokumente anschauen und Nachbesserungen anfordern (der Kunde erhält dann eine entsprechende Nachricht und APE weiß, dass wieder auf einen Upload gewartet werden muss.

Sie kann ein hochgeladenes Dokument als „Okay“ kennzeichnen. Erst wenn alle Dokumente, die einen Upload erfordern als „Okay“ gekennzeichnet sind, geht es weiter zum nächsten Prozessschritt.

Wer die Nachricht über hochgeladene Dokumente und damit Zugang zur Steuerung aller Dokumente erhält ist konfigurierbar. Genau wie jede einzelne Nachricht, die versendet wird, frei konfigurierbar ist.

Das Dokumenten-Center, dass der Kunde zu sehen bekommt, ist, wie alle Interaktionen mit Dritten, im Design Ihrer Website gehalten ( ein Teil der Einrichtung von APE ist ja die Komplettübernahme Ihres Designs in APE ). Das

So werden Ihrem Kunden Downloads zur Verfügung gestellt. Das Dokument kann angezeigt und heruntergeladen werden. Falls eine Verwendungsbeschreibung konfiguriert ist, wird die Möglichkeit zum Upload angeboten.

Im Bild ist bereits eine hochgeladene Datei zu sehen. Diese kann für eventuelle Korrekturen einfach überschrieben werden.

 

 

 

Das Dokumenten-Center für den Administrator sieht wie folgt aus:

Für jeden Prozess werden alle Dokumente mit Namen des Kunden (hier „Roland Schopp“ ) angezeigt. Die farbliche Markierung erlaubt einen schnellen Überblick über alle Dokumente. Je nach Konfiguration werden, für einen besseren Überblick, nur aktive Dokumente angezeigt. Dokumente von abgeschlossenen Prozessen kommen nicht zur Anzeige.

Damit sollte ein vernünftiger Ablauf bei der Dokumentenverarbeitung mit einem einzigen Befehl („DOCCENTER“) sichergestellt sein.

Patzer im Kundenservice

Kein guter Monat in Sachen Kundenservice. Da ist so einiges schief gegangen:

Hyundai meldet einen Neuwagen mal eben an, bevor dieser geliefert ist (und macht ihn somit auf dem Papier und sehr offiziell einen Monat älter) und gratuliert mir zum nicht vorhandenen Neuwagen. Der in der Gratulation enthaltenen Bitte, eine Bewertung abzugeben, habe ich gerne ausführlich genutzt (Da bei diesem Autokauf so gut wie alles schief ging, brachte diese Glückwunschmail wirklich das Fass zum Überlaufen; hatte aber bisher trotz allerniedrigster Bewertungen keinerlei Effekt). Völlig unverständlich ist, dass man bei jedem 1-Euro Artikel über den Zustand der Auslieferung beliebig oft informiert wird und die Möglichkeit zum Tracking erhält, aber ein Auto, dessen Lieferzeit mit 3-4 Monaten angekündigt war auch innerhalb von 6 Monaten nicht eine einzige Benachrichtigung wert ist.

Genauso gratuliert die Telekom per SMS zum keineswegs vorhandenen neuen Smartphone. Angesichts der angebotenen Tracking-Möglichkeit bei DHL muss man sich fragen, warum es keine Schnittstelle zwischen diesen beiden Konzernen gibt, die erlaubt, einen Glückwunsch erst nach Erhalt des „Geschenkes“ zu versenden. Liebe Marketer, das wirkt auf keinen Fall positiv. Es erzeugt Frust.

Apropos DHL: Das Paket war laut Trackingangaben Freitag um 6:30 Uhr in Obertshausen bei Frankfurt eingetrudelt. Warum das Überwinden einer Strecke von knapp 50 km dann bis Montag morgen dauerte, ist mir ein Rätsel. Ich hatte mich so auf das entspannte Wochenende mit meinem neuen „gadget“ gefreut. War halt nichts. Und das bei den Horrorpreisen, die Post und DHL verlangen.

Zwar schon im Vormonat passiert aber auch zu diesem Beitrag passend. Ich habe mehrere Raspberry Minirechner an Kunden versendet. Beim ersten habe ich den Fehler gemacht auf die Dienste der Deutschen Post zu setzen. 11 Euro irgendwas bezahlt. Paket kommt nach 4 Tagen zurück. Ein Hinweis, warum die Lieferung schief gegangen sein könnte, ist nicht zu finden. Also zu Hermes. Einfach weil laut Webseite eine Tankstelle um die Ecke als Versandstation dient. Und siehe da: Paket kommt an und mit Kosten von 3 Euro irgendwas ist das schon ziemlich beeindruckend. Die Hermes App, mit der man den Paketaufkleber vorbereiten und an der Tankstelle ausdrucken kann, ist auch gut gemacht und einfach zu bedienen. Das Tracking hat auch einwandfrei funktioniert.

Wie immer, möchte ich diese Kritik nicht als Nörgelei verstanden wissen, sondern als Vorschlag für (teilweise dringend notwendige) Verbesserungen.

Ich fürchte „there’s more to come in following month“.

 

Bis dahin.