Alexa, es wird besser

Reden wir mal über das Thema „home automation“. In der Vergangenheit etwas, das schlicht und einfach zu teuer war. Nur absolute Enthusiasten und Vermögende mit Automatisierungsdrang haben in die sicher beinhalteten Bequemlichkeiten investiert. Dass es keinen einheitlichen Standard gibt, hat so manchen davon abgehalten, der es gewagt hat, sich an das durchaus komplexe Thema heranzuwagen. Im Sinne des ewigen Kampfes „Sicherheit versus Bequemlichkeit“ vermute ich mal, dass die fast immer vorhandene Anbindung an irgendeine Cloud nicht wirklich eine Bremse darstellte.

Aber nun fängt das Ganze an, erschwinglich zu werden.

 

Es begann mit einem Bericht in der etablierten Computerzeitung „c’t“. Dort wurde über eine WLAN-Steckdose berichtet, die „Alexa-fähig“ ist und beim Baumarkt um die Ecke für lächerliche 9,95 € erhältlich sein sollte. Es wurde sogar beschrieben, wie man das Gerät umprogrammiert und die Cloudabhängigkeit sauber „wegoperiert“.

Also am Wochenende nichts wie hin und sofort ein Probeexemplar gekauft. Mir war klar, dass eine größere Operation nicht in meinem Sinne war. Es sollte im ersten Schritt erst einmal beweisen, dass es einfach funktioniert.

Das tat und tut es tatsächlich.

Nach einer kurzen Kabelorgie, Download einer App und einem erst zögerlichen „Alexa, Fernseher einschalten“ hörte man ein leises „Klack“ und der Fernseher erwachte zum Leben. Und das viel schneller als ich erwartet hatte. Auch die gegensätzliche Funktion „Alexa, Fernseher ausschalten“ gelang auf Anhieb.

Mittlerweile haben wir uns einfach an diese Bequemlichkeit gewöhnt und ich freue mich nebenher, dass das Thema „Standby Stromverbrauch“ elegant gelöst ist. „Alexa, Fernseher ausschalten“ entspricht „Alexa, Strom sparen“.

Nach diesen positiven Erfahrungen ist natürlich der Automatisierungsgeist aus der Flasche entsprungen.

In irgendeinem Blogbeitrag wurde letzte Woche Shelly beschrieben. Deren Produkt „Shelly 1“ hört sich viel versprechend an. Wiederum für unter 10 Euro erhält man ein kleines Gerät, dass in eine Lampe oder einen Schalter eingebaut werden kann. Dieses wird via WLAN gesteuert und somit ebenfalls „Alexa-fähig“. Als Bonus kann das Gerät so verdrahtet werden, dass die vorhandenen Schalter weiter genutzt werden können. Genau so soll es sein. Der WAF (womens acceptance factor) darf ja nicht vergessen werden. Leicht automatisierungsfeindliche oder -ängstliche  Mitbewohner dürfen ja nicht vergrault werden.

Leider war die erste Produktionscharge schon ausverkauft. Meinen Bedarf habe ich aber natürlich schon kundgetan. „Alexa, es kommt weitere Arbeit auf Dich zu“.