Muss Software modern sein ?

Dieser Artikel wird eine Lobhymne an LexOffice und endet mit einem Empfehlungs-Link für dieses Produkt. Das erklärt sich ganz einfach damit, dass deren Prämienempfehlung der Anlass zu diesem Artikel war.

Dem voraus ging ging die Tatsache, dass ich Buchführung und alles was damit zu tun hat, schlicht und einfach hasse. Dieses Verhältnis zu „Papierkram“ hat dazu geführt, dass mein Steuerberater mich zu „DUo“, „Datev Unternehmen online“ gelockt hat. Mit der Aussicht, dass ich dann weniger mit dem mir ungeliebten Thema zu tun habe.

Nach einigen Jahren LexOffice war der Einstieg in die Datev Software ein totaler Schock. Wenn man schon nach dem Programm suchen muss und anfangs nicht klar ist, wenn ich denn zu meiner Login-Seite komme ist das schon mal nicht so der Renner. Wenn man sich dann zur richtigen Seite vorgekämpft hat und auf einer Webseite, wo man einfach einen Link oder einen Button anklickt „Programm starten“ sieht, ziehen langsam düstere Wolken auf.

Hat man dann das „Pseudo-High-Security-QR-Code-App-Login-Verfahren“ hinter sich gebracht, stürzt man in die Steinzeit. Manchen mag die Erinnerung fehlen, aber, als „älteres Semester“ ist es mir noch wohlbekannt, „Windows 98“ lebt. Zumindest würde ich die Benutzeroberfläche in diese Altersklasse einordnen. Meine einzige Aufgabe soll sein, Belege hochzuladen (da ich Mac User bin – es soll ja Kunden geben, die so etwas nutzen – gibt es kein Upload Tool. Das Weiterleiten von Rechungen, die man per E-Mail erhalten hat an Datev zur weiteren Verarbeitung (wie das bei LexOffice mittels Zapier-Schnittstelle funktioniert) bleibt ein Traum). Unter dem unschönen Baummenü auf der linken Seite gibt es tatsächlich den Punkt Belege. Die Uploadmöglichkeit muss man aber dann erst einmal suchen. In Windows98 gab es halt noch keine farbigen Buttons, die einem einen „call to action“ signalisieren konnten.

Als Unternehmer wittere ich nun eine Marktlücke. Ein Upload-Werkzeug für Macs fände vielleicht den einen oder anderen Abnehmer. Da tut sich dann die Hölle des Monopolismus auf. Da verlangt Datev doch tatsächlich Gebühren für den Zugang zur API-Dokumentation. Ich gebe einfach auf. Solche Unternehmen gehören schlicht und einfach „disrupted“. Von einer modernen, kundenfreundlichen Alternative vom Markt gefegt.

Ich kenne die Pläne von LexOffice nicht. Die sind aber auf einem guten Weg. Gleich drei erfreuliche Dinge haben sich alleine in den letzen paar Wochen ereignet:

  1. Ich möchte das Schreiben von Rechnungen für ein paar meiner Dienste automatisieren. Datev bietet da, mhhhmmm, gar nichts. LexOffice startet eine Programmierschnittstelle. Ich stecke also gerade in der Realisierung.
  2. Da die API von LexOffice öffentlich zugänglich ist, findet sich schon jetzt ein Unternehmen, das eine PHP-Bibliothek zum API implementiert hat. Diese versuche ich gerade zu benutzen. Innerhalb von ein paar Minuten habe ich meine ersten Informationen aus LexOffice abgerufen. Sieht perfekt aus.
  3. Und dann gibt es doch tatsächlich einen Schnittstelle von LexOffice zu Datev, die mein Leben wieder erleichtert. Man benötigt immer noch das „Pseudo-Login“ aber überträgt dann alle relevanten Daten eines Monats. I’m happy.

Nochmal für Datev: APIs entwickeln und diese dann unter Verschluss halten bzw. die Dokumentation nicht öffentlich zu machen ist äußerst unverständlich.

LexOffice gräbt sich mit seiner zeitgemäßen Offenheit und Kundenausrichtung immer tiefer in meine Organisation ein und macht es immer unwahrscheinlicher, dass ich als Kunde abspringe.

Und ja, sich als Marktführer sicher zu fühlen, im Klartext „auf das Vertrauen Tausender IT-Unbegabter Steuerberater zu bauen“, ist nicht zukunftsträchtig. Vielleicht mal einen Blick auf Alain Veuve werfen. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass er oder ein deutsches Pendant in diesem Land auftritt. Die Kunden werden in Scharen dahin laufen. Buchhaltung ist ein Ding für Computer. Die sollen das mal machen.

Meine Begeisterung für LexOffice ist also jetzt aktuell sehr gut begründet. Deshalb hier der Empfehlungslink.

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