Patzer im Kundenservice

Kein guter Monat in Sachen Kundenservice. Da ist so einiges schief gegangen:

Hyundai meldet einen Neuwagen mal eben an, bevor dieser geliefert ist (und macht ihn somit auf dem Papier und sehr offiziell einen Monat älter) und gratuliert mir zum nicht vorhandenen Neuwagen. Der in der Gratulation enthaltenen Bitte, eine Bewertung abzugeben, habe ich gerne ausführlich genutzt (Da bei diesem Autokauf so gut wie alles schief ging, brachte diese Glückwunschmail wirklich das Fass zum Überlaufen; hatte aber bisher trotz allerniedrigster Bewertungen keinerlei Effekt). Völlig unverständlich ist, dass man bei jedem 1-Euro Artikel über den Zustand der Auslieferung beliebig oft informiert wird und die Möglichkeit zum Tracking erhält, aber ein Auto, dessen Lieferzeit mit 3-4 Monaten angekündigt war auch innerhalb von 6 Monaten nicht eine einzige Benachrichtigung wert ist.

Genauso gratuliert die Telekom per SMS zum keineswegs vorhandenen neuen Smartphone. Angesichts der angebotenen Tracking-Möglichkeit bei DHL muss man sich fragen, warum es keine Schnittstelle zwischen diesen beiden Konzernen gibt, die erlaubt, einen Glückwunsch erst nach Erhalt des „Geschenkes“ zu versenden. Liebe Marketer, das wirkt auf keinen Fall positiv. Es erzeugt Frust.

Apropos DHL: Das Paket war laut Trackingangaben Freitag um 6:30 Uhr in Obertshausen bei Frankfurt eingetrudelt. Warum das Überwinden einer Strecke von knapp 50 km dann bis Montag morgen dauerte, ist mir ein Rätsel. Ich hatte mich so auf das entspannte Wochenende mit meinem neuen „gadget“ gefreut. War halt nichts. Und das bei den Horrorpreisen, die Post und DHL verlangen.

Zwar schon im Vormonat passiert aber auch zu diesem Beitrag passend. Ich habe mehrere Raspberry Minirechner an Kunden versendet. Beim ersten habe ich den Fehler gemacht auf die Dienste der Deutschen Post zu setzen. 11 Euro irgendwas bezahlt. Paket kommt nach 4 Tagen zurück. Ein Hinweis, warum die Lieferung schief gegangen sein könnte, ist nicht zu finden. Also zu Hermes. Einfach weil laut Webseite eine Tankstelle um die Ecke als Versandstation dient. Und siehe da: Paket kommt an und mit Kosten von 3 Euro irgendwas ist das schon ziemlich beeindruckend. Die Hermes App, mit der man den Paketaufkleber vorbereiten und an der Tankstelle ausdrucken kann, ist auch gut gemacht und einfach zu bedienen. Das Tracking hat auch einwandfrei funktioniert.

Wie immer, möchte ich diese Kritik nicht als Nörgelei verstanden wissen, sondern als Vorschlag für (teilweise dringend notwendige) Verbesserungen.

Ich fürchte „there’s more to come in following month“.

 

Bis dahin.